Eltern denken Schule neu

Man sieht eine Frau und einen Mann auf dem Bild: Sie als Eltern von Kindern aus Risikogruppen denken digitale Bildung neu
Die Kinder Undine und Olaf Balk sind im Digitalunterricht.

Wir waren sehr verzweifelt„, sagt Undine Balk, wenn sie an die Anfänge der Pandemie vor zwei Jahren zurückdenkt. Nach dem ersten Schul-Lockdown im März 2020 zeichnete sich schnell ab, dass die Kinder bald wieder zurück in die Klassenzimmer müssen. Für die Familie Balk wäre eine Ansteckung jedoch lebensgefährlich: Drei der sechs Familienmitglieder leiden unter Blutarmut, ihr Immunsystem ist geschwächt. Undine Balk und ihr Mann Olaf wollten ihre Kinder, drei von ihnen sind noch schulpflichtig, von der Präsenzpflicht befreien. Digitale Bildung würde sie als Risikogruppe besser schützen. Da die Schule sich wehrte, mussten die Balks klagen.

„Wir haben uns ziemlich alleine gefühlt“, sagt Undine Balk. Gleichzeitig waren sie davon überzeugt, sie seien nicht die einzigen Eltern in Deutschland, für die Schulunterricht in Präsenz für die ganze Familie gefährlich werden könnte. Sie suchten auf Social Media Verbündete und wurden auf Twitter fündig. Die Initiative „Sichere Bildung Jetzt!“ hatte sich zu Beginn der Pandemie gegründet. Sie fordert genau das, wofür die Balks streiten: Ein Aussetzen der Präsenzpflicht und einen konsequenten Schutz für alle Familien, für die Covid-19 ein besonders hohes Risiko darstellt.

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