Helmut Holter: Betoningenieur floppt als Bildungsminister

Man sieht Helmut Holter, er floppt als Bildungsminister
Helmut Holter, Minister für Jugend und Sport

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hatte sich 2017 eigentlich einen erfahrenen Politiker als Minister für Bildung und Jugend geholt. Das Bundesland erhielt turnusgemäß den Vorsitz in der Kultusministerkonferenz, da wollte Ramelow wohl einen ausgebufften Profi haben. Doch Helmut Holter, ein Architekt der rot-roten Regierung in Mecklenburg-Vorpommern, entwickelt sich als Bildungsminister immer mehr zum Problemfall. Dass er sich mit Bildungsfragen nicht gut auskennt, wurde rasch klar. Aber ausgerechnet auf dem Feld der politischen Steuerung stolpert Holter. Er legte sich mit Thüringens Datenschutzbeauftragten an, er entließ seine Staatssekretärin Julia Heesen auf eine entwürdigende Art – und hat sich nun beim Thema Schulschließungen vergaloppiert. Er verstand erst spät, was seine Staatssekretärin längst wusste. 

Holter, geboren 1954, machte zunächst im Sozialismus Karriere. 1973 trat er in die SED ein, arbeitete im Volkseigenen Betrieb und studierte Anfang der Siebziger fünf Jahre an der Bauingenieurschule Moskau. Er schloss als Diplomingenieur für Betontechnologie ab. In den Achtzigern hängte er, ebenfalls in Moskau, ein weiteres Studium dran: Marxismus-Leninismus. Von 1982 bis 1985 war er dann Sekretär der Betriebsparteiorganisation der SED. 

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