Der Digitalpakt-Beschleuniger

Automatisiert Ausschreibungen: Sascha Soyk

Über den inzwischen 6,5 Milliarden Euro schweren Digitalpakt wird viel gelästert – weil er so unendlich langsam ist. Einer der Gründe dafür sind die Ausschreibungen für digitales Equipment, zu denen die Schulträger verpflichtet sind. Den Korken im Flaschenhals will „GovRadar“ lockern. Das Startup von Sascha Soyk automatisiert von München aus Ausschreibungen für Schulträger, Kommunen und sonstige, die auf korrekte Weise jene Geräte erwerben wollen, die der Digitalpakt versprochen hat. „Dass der Schulträger oder gar der Schulleiter in Online-Shops direkt einkauft, geht nach Vergaberecht natürlich nicht – beziehungsweise nur unter sehr speziellen Voraussetzungen“, sagt Soyk. „Aber ich will mit GovRadar an diese Shopping-Benchmark herankommen – indem ich Ausschreibungen gerade auch von Aufträgen in der Größenordnung einer Schule automatisiert und vergaberechtskonform anbiete.“

Sascha Soyk ist kein gelernter Pädagoge, sondern ein Betriebswirt, der früher bei Roland Berger, dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr und – kurz – bei dem ins Gerede gekommenen US-Unternehmen Palantir gearbeitet hat. Nun versucht der 36-jährige Manager, dem Digitalpakt mehr Geschwindigkeit zu geben. „Was privatwirtschaftliche oder kommunale IT-Dienstleister gut können, ist Rahmenverträge aushandeln“, sagt Soyk. „Was die vielleicht nicht so gut können, ist Geschwindigkeit, ad-hoc Bedarfe und kleinteiliges Geschäft bedienen. Das finde ich gerade bei Schulen aber wichtig.“

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