Lukas Pohland – Vom Mobbing-Opfer zum Mobbing-Bekämpfer

Lukas Pohland setzt sich gegen Cybermobbing ein.

Die Lage ist dramatisch, sagt Lukas Pohland. „Die Pandemie war ein Booster in eine schlechte Richtung.“ Der 17-jährige Schüler ist Gründer und Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Cybermobbing-Hilfe e.V. Mit seinem Team unterstützt und berät er Jugendliche, die mit Hasskommentaren und Mobbing im Internet konfrontiert sind. Damit aber noch nicht genug: Seit März dieses Jahres ist Lukas Pohland im Beirat der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz, um sich dort für die Interessen von Jugendlichen einzusetzen. Er ist eines von zwei Mitgliedern, die unter 18 Jahre alt sind.

Mit zwölf Jahren war Pohland selbst von Cybermobbing betroffen. Als er einer Mitschülerin gegen die Mobbing-Attacken von Schulkameraden helfen wollte, wurde er auch zur Zielscheibe. Hilfe hätten sie damals keine bekommen. Die Schule wies sie ab mit der Begründung, dass das Mobbing außerhalb des Unterrichts stattfinde. Und auch die Polizei fühlte sich nicht verantwortlich, da alle Beteiligten unter 14 Jahre alt waren. So wurden Pohland und seine Mitschülerin von Tür zu Tür geschickt. Das Mobbing hörte erst auf, als beide die Schule wechselten. „Es war einfach nicht mehr auszuhalten“, sagt Pohland.

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