Jürgen Böhm – lobbyiert für Realschulen

Vom Schuldirektor zum Lobbyist für Realschulen: Jürgen Böhm sieht man auf dem Foto im Portrait
Vom Schuldirektor zum Lobbyist für Realschulen: Jürgen Böhm.

Jürgen Böhm bezeichnet sich selbst im Gespräch mit Bildung.Table als „Realschul-Lobbyist“. Klar, die Existenz dieser Schulform hält er als Bundesvorsitzende des Verbands Deutscher Realschullehrer (VDR) für richtig und wichtig. Mit ruhiger Stimme sagt der 57-Jährige Sätze, die es in sich haben: Binnendifferenzierung im Klassenzimmer hält er für „ein Märchen und Augenwischerei.“ Ebenso wenig hält er vom Begriff „dreigliedriges Schulsystem“, vielmehr solle man die Vielfalt im Bildungssystem aufrechterhalten. Weit über 90 Schulformen gebe es aktuell in Deutschland. „Mir konnte bisher niemand erklären, warum wir jetzt alles vereinheitlichen müssen, wo doch die einzelnen Bildungsbiografien immer individueller werden.“

Als Realschulleiter für Digitalisierung eingesetzt

Der gebürtige Thüringer begann 1993 seine Laufbahn als Realschullehrer in Bayern. Zuvor studierte Böhm Germanistik und Geschichte in Jena. 2005 gründete er im niederbayerischen Arnstorf im Landkreis Rottal-Inn eine Realschule, die er bis 2018 leitete. Seither widmet er sich ausschließlich der Verbandsarbeit und bringt dabei seine Erfahrungen als Schuldirektor und Lehrer ein.

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