IGS Lengede: Schule für alle

Man sieht ein Kind wie es ein Tablet benutzt: An der IGS Lengede haben Kinder Zugriff auf einen digitalen Werkzeugkoffer
Auch Goethe gehört in Lengede zum digitalen Werkzeugkoffer

Als Jan-Peter Braun vor elf Jahren die Integrierte Gesamtschule Lengede(IGS Lengede) aufbaute, sprach er mit den Besten. Zum Beispiel einer deutschen Auswandererfamilie in Schweden. Und mit den Trägern des deutschen Schulpreises, weil er verstehen wollte, was fortschrittlich gedachte Schulen auszeichnet. Und mit der deutschen Familie in Schweden, die die Schulsysteme beider Länder kannte und berichtete, dass die Kinder in Schweden in ihren Ranzen längst keine schweren Bücher mehr schleppten, sondern ganz einfach ein Notebook. Darauf aufgespielt: ein Lernmanagementsystem und alle Materialien. „Das war damals für mich wirklich neu. Für uns alle! Denn so etwas gab es in Deutschland an Schulen noch nicht!“, sagt Braun. Er hat es sich abgeguckt.

Lengede liegt im Landkreis Peine im Osten Niedersachsens. Weder städtisch, noch ländlich, weder reich, noch arm – die Gesamtschule besuchen Kinder, denen das Lernen leicht fällt, genauso wie Kinder mit Förderbedarf. Circa 60 der 1050 Lengeder Gesamtschülerinnen und -schüler haben eine geistige Entwicklungsverzögerung, eine Sehbeeinträchtigung, eine Lese-Rechtschreibschwäche oder eine Hörbeeinträchtigung. „Wir bilden den Idealzustand einer Gesamtschule ab,“ sagt Schulleiter Braun, der sich aus seinem Büro per Video zugeschaltet hat. Eine Schule für wirklich alle.

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