Freiday – Raum für Kreativität

Schulleiterin Margret Rasfeld: Freiday, mehr Raum für Kreativität.
Schulleiterin und Freiday-Erfinderin Margret Rasfeld

Schule ist heute meistens das Gegenteil von dem, was der Freiday erreichen will. Junge Menschen gehen morgens zur Schule und sitzen vor ihrer Lehrkraft. Welches Fach sie absitzen, spielt eigentlich keine Rolle. Aufgebaut ist der Unterricht grundsätzlich so, dass die Themen, die Schwerpunkte und die Arbeitsweise fremdbestimmt sind – aus Sicht der Schüler:innen. Inwieweit ihre eigene Neugier und Ideen in den Unterricht einfließen, variiert kaum, von einigen wenigen Reformschulen abgesehen, die bewusst Schüler:innen mit einbeziehen. Unterm Strich bleibt Regelschule eine Sache von Frontalunterricht, Hausaufgaben und Noten. Doch wie können junge Menschen selbstständig denken, eigene Pläne machen und lernen, dass Scheitern normal ist und kein Grund zum Aufgeben? Die Antwort darauf will der Freiday geben, eines der Gewinner-Projekte des „Wir für Schule“-Hackathons 2020 (Bildung.Table berichtete).

Gewinner-Projekt beim Hackathon 2020

Wenn eine Schule beim Freiday mitmacht, bekommen Schüler:innen die Möglichkeit, wöchentlich für mindestens vier Stunden zu bestimmen, was sie erkunden und lernen wollen. Es gibt keine Noten. Der Freiday ist ausdrücklich kein Fach im klassischen Sinne. Dieses Schulprojekt soll ein Raum für die Ideen junger Menschen sein. Das Format ist bewusst nur grob eingegrenzt, schließlich soll die Kreativität der nächsten Generation voll zum Tragen kommen. Anknüpfungspunkte sind die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Die Schüler kommen jahrgangsübergreifend zusammen und überlegen gemeinsam, mit welchen Inhalten sie sich beschäftigen möchten.

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