Daniel Landau: Lehrer haben Hauptverantwortung fürs Digitale

Auf dem Foto sieht man Bildungsreformer Daniel Landau, er meint Lehrer tragen Hauptverantwortung für Digitales
Bildungsreformer Daniel Landau

Bestünde Twitter aus mehr Menschen wie Daniel Landau, dann wäre die Kurznachrichtenplattform ein besserer Ort. Dann hätte die Gründerin Verena Pausder Twitter wohl nicht verlassen. Der österreichische Bildungsreformer und Freidenker Daniel Landau findet sogar in seinen Twitter-Rezensionen „#LandausSchnellkritik“ von Opern und Konzerten, die er zu einer eigenen Kunstform von einer Minute und 30 Sekunden Länge entwickelt hat, nur freundliche Worte. Er hat Twitter, wo so viel gemotzt und geätzt wird, zu einem Ort des Wohlfühlens und der freundlichen Aufmunterung gemacht.

Das bedeutet aber nicht, dass Landau zu allem lächelt. Kaum hat er sich gesetzt, holt er tief Luft und beginnt laut über die Machtergreifung der Taliban in Afghanistan nachzudenken. Die Situation der afghanischen Geflüchteten in Wien setzt ihm zu. Der ehemalige Pflichtschullehrer gehört zu den einflussreichen österreichischen Experten, wenn es um Bildung, Gerechtigkeit und digitales Lernen geht. Schlagworte, die der rote Faden seines Schaffens sind. Er sei aufgewachsen in einem Biotop, wo Bildung als Wert schlechthin gesehen wurde. Und für seinen Kampf für Bildungsgerechtigkeit probierte er sich schon in verschiedenen Bereichen aus. Sei es parteipolitisch bei den Grünen, für die er 2017 bei der Nationalratswahl kandidierte. Oder auf gesellschaftlicher Ebene, als Blogger, Autor und Gründer mehrerer Bildungsinitiativen, wie „zukunft.bildung“ und „jedesK!ND„. Hauptsache „tachles reden“, wie es auf seinem Blog heißt: „tachles reden, und dabei keine Ruhe geben, bis jedes Kind Zugang zu besserer Bildung hat.“

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