Wettlauf der KI-Tools um Schule

Nein, sagt Florian Nuxoll, das gerade frisch freigeschaltete „DeepLWrite“ und die Hype-Software ChatGPT seien nicht vergleichbar. Mit der neuen Beta-Version aus dem Hause der Übersetzungssoftware DeepL fürs Schreiben kann man als Schüler Texte verbessern. Das Tool macht Vorschläge, anders zu formulieren. ChatGPT hingegen ist ein Textgenerator, der auf Eingaben hin neuen Text erfindet. Und dabei manchmal eben auch falsche Angaben produziert. Nuxoll ist Lehrer und Mitarbeiter in einer Forschungsgruppe für Künstliche Intelligenz der Universität Tübingen. Experten versichern: Es seien schon bald weitere KI-gestützte Lerntools zu erwarten

DeepLWrite korrigiert Rechtschreibung und Grammatik eines eingegebenen Textes – durchaus besser als vorhandene Textverarbeitungstools – und gibt dann stilistische Feedbacks„, sagt Nuxoll. „Das bezieht sich auf die Satzebene, auf die Wortebene, aber auch auf bestimmte Fachsprachen“, sagte Nuxoll Bildung.Table. „Ich kann mit diesem Tool als Schüler sehr genau an meiner Sprache und am Ton meines Textes arbeiten. Die Kompetenz, auf Deutsch verfasste Texte zu verbessern, ist bei DeepLWrite in meinen Augen deutlich höher als bei ChatGPT.“ 

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