Virtual Reality für die Schule der Zukunft

VR für den Unterricht der Zukunft
VR und AR können den Unterricht sinnvoll ergänzen, doch die passende Software fehlt.

Leistungsfähige VR-Brillen sind inzwischen bezahlbar. Für 200 Euro können Nutzende in virtuelle Welten abtauchen – kabellos und ohne zusätzlichen Computer. Digitale Bildungsrevoluzzer wie Simon Maria Hassemer wollen mehr Virtualität im Unterricht, doch bezahlbare Hardware ist nicht alles. „Was könnten wir so alles machen, wenn es die entsprechenden Anwendungen schon gäbe?“, klagt der Berufsschullehrer. Simon Maria Hassemer (Bildung.Table berichtete) unterrichtet an der Josef-Durler-Schule in Rastatt. Hassemer stellt sich zum Beispiel vor, wie Schüler:innen aus verschiedenen Ländern gemeinsam einen Offshore-Windpark besuchen. Danach optimieren sie gemeinsam den Generator der Anlage – theoretisch und vereinfacht. Das kann eine VR-Anwendung möglich machen.

Das Stichwort ist: VR könnte Lernen so viel attraktiver machen. „Aber es kostet halt Geld und momentan gibt es noch keinen Markt dafür“, seufzt Hassemer. Er nutzt bereits VR und Game-based Learning im Unterricht. Fragt man ihn nach seinen virtuellen Visionen, sprudelt es geradezu aus ihm heraus. Schülerinnen und Schüler könnten mit virtueller Realität individuell in virtuelle Lernwelten abtauchen und Simulationen in jeglicher Form erleben. Sie hätten die Möglichkeit, Lerninhalte begehbar und interaktiv zu erleben. Es wäre zum Beispiel kein Problem, chirurgische Eingriffe nachzustellen und gefahrlos Experimente mit hochexplosiven Chemikalien durchzuführen. Exkursionen mit Lerngruppen an entlegene Orte wären genauso möglich wie das gemeinsame virtuelle Arbeiten in Breakout-Räumen – mit Lernpartner:innen an beliebigen Orten.

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