Startups bejubeln de Maizière

Die Reaktion auf das von Thomas de Maizière ausgerufene Ende der Schulbuchzulassung ist unter Bildungsdigitalisten einhellig: Endlich spricht es einer aus, so kann es nicht weitergehen mit der Schulbuchzulassung. Das ist der Tenor bei Startups und Bildungsinstitutionen. Selbst Michael Frost, Geschäftsführer des FWU-Medieninstituts der Bundesländer, stimmt zu. „Die klassische Begutachtung der Lernmittel wird man nicht durchhalten können,“ so der heimliche Star unter den Bildungsdigitalisierern. „Ob es für jedes Lernmittel oder Lernwerkzeug im digitalen Zeitalter überhaupt logistisch möglich ist, alle Lernmittelangebote und Tools zu prüfen, ist zu bezweifeln.“ 

Der Streit, um den es geht, bezieht sich allerdings nicht nur auf die Menge von Lernmaterial. Es geht um Marktanteile. Bislang profitieren die analogen Inhalteanbieter, weil sie über die Schulbuchzulassung von der Lernmittelfreiheit profitieren. Der Staat nimmt einer Handvoll Schulbuchverlagen ihre Produkte ab. Die Schulbuchzulassung organisiert also de facto ein Monopol gedruckter Lehr- und Lernwerke. Digitale Bildungsanbieter berichten, dass sie von diesem Markt seit Jahren künstlich ferngehalten werden. 

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