Stark-Watzinger und das große Haus

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger

Als Bettina Stark-Watzinger vor einem Jahr als Bildungsministerin startete, hielt sie ein Drittel der Deutschen für geeignet. Heute liegt der Wert noch niedriger: bei 20 Prozent. Während fast jeder Christian Lindner oder Karl Lauterbach kennt, sagt nur jedem Zweiten der Name Stark-Watzinger etwas. Ein Jahr, ein Krieg, ein Doppelwumms: Die Bundesbildungspolitik fristet derzeit ein Nischendasein. Der BMBF-Haushalt wächst nicht stark genug, um die vielen Versprechen einlösen zu können. Das Startchancen-Programm kommt später als erwartet. Und das große Projekte, endlich mehr Kooperation zwischen Bund und Ländern zu ermöglichen, verblasst hinter schönen Worten.

Brücke ins Haus bricht weg

Als Grund für den langsamen Fortschritt nennt mancher in der FDP das Ministerium selbst. Es sei ein besonders schwieriges Haus. 16 Jahre wurde es von der CDU geführt. Um in die verkrusteten Strukturen eine Brücke zu bauen, hatte Stark-Watzinger die altgediente Beamtin Kornelia Haugg zur Staatssekretärin berufen, erzählt man sich. Nun wird diese Brücke hochgezogen. Nach drei Jahrzehnten im BMBF verabschiedet sie sich „aus privaten Gründen“ in den vorgezogenen Ruhestand, um ihren Ehemann zu pflegen. 

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