Theorie und Praxis der Medienpädagogik

Martin Geislers Sammelband über Spiel- und Medienpädagogik.
Für Medienpädagogen in Praxis, Privat und Politik – Martin Geislers Sammelband über Spiel- Medienpädagogik.

Einen Einstieg in die „Spiel- und Medienpädagogik“ möchte Herausgeber Martin Geisler mit seinem gleichnamigen Buch geben. Dieser Einstieg ist dem wissenschaftlichen Anspruch Geislers entsprechend 181 Seiten schwer und an inhaltlicher Tiefe nicht zu unterschätzen. Angesprochen sind Fachkräfte – bedeutet Medienpädagogen – im Studium und im pädagogischen oder politischen Einsatze. Das weite inhaltliche Spektrum zwischen Theorie und Praxis bietet Mehrwert für Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter. Auch Eltern, sowie politisch-beruflich und privat Interessierte können etwas lernen. Die Mischung aus kulturwissenschaftlicher Theorie und praktischen Beispielen ist anspruchsvoll, liefert dafür aber auch solides Grundlagenwissen, gute Handlungsempfehlungen und relevante Debattenanstöße. Wer wissen will, wo Spiele in der kulturellen Bildung verortet sind, was gute medienpädagogische Arbeit ist und wo dringend nachjustiert werden muss, findet Antworten.

Leichte Lektüre ist das Buch nicht. Geisler bezeichnet seine Publikation als Ausformulierung der Inhalte des gleichnamigen, von ihm konzipierten und geleiteten Studiengangs an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena. In elf Kapiteln diskutieren er und seine Mitschreibenden die gesellschaftliche Funktion von Medienpädagogen, ordnen das Spiel kulturell ein, stellen medienpädagogische Methoden vor und geben konkrete Hilfe für das eigene medienpädagogische Projekt. Besonders das letzte Kapitel macht Freude: „Teams im Spiegel der Vergemeinschaftungsform MMORPG-Gilde.“ Die Auseinandersetzung mit der sozialen Funktion von Spielergemeinschaften funktioniert ausgezeichnet, da sie nicht mit kulturellen Klischees überladen wird. Eine „praxisorientierte Vertiefung“ über Game-based Learning gibt es auch.

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