Schulsoftware Logineo NRW: Ein weiteres Millionengrab?

Man sieht einen Ausschnitt aus der Schulsoftware Logineo NRW
So stellt man sich die Reparatur von „Logineo NRW“ vor – in der alten Regierung. Grafik: Ausschreibung Ministerium für Bildung, NRW.

In Nordrhein-Westfalen steht möglicherweise ein weiteres Millionen-Grab bei digitalen Angeboten für Schulen bevor. Das Bildungsministerium in NRW hat – obwohl nur noch geschäftsführend im Amt – erneut angekündigt, die drei getrennten Elemente Schulsoftware, Messenger und Lernmanagementsystem namens „Logineo“ zusammen zu führen. Die Fusion werde 207 Millionen Euro kosten, sagte ein Beamter jüngst bei der Bildungsmesse Didacta. 

Was Schulcloud-Anbieter, Koalitionsverhandler und Experten an der Rede des Bildungsbeamten nervös machte: Aus dem bisherigen Projekt Logineo, sagte er, solle nun ein Programm werden. Die als Flop gehandelte Schulsoftware „Logineo NRW“ soll also auf Dauer eingesetzt werden. Warum aber gibt eine abgewählte Landesregierung noch einmal gut 200 Millionen Euro für ein System aus, das zehn Jahre nach Beginn nur an der Hälfte der Schulen läuft? Und das Schüler bislang gar nicht nutzen können?

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