Schulschließungen: aus Fehlern lernen

Schulschließungen: Aus Fehlern lernen
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Zwei Jahre ist es bald her, dass Deutschlands Schulen von einem auf den anderen Tag schließen mussten und digital wurden, um die erste Welle der Pandemie zu brechen. Lehrer:innen verschickten ihre Arbeitsblätter mal als PDF, mal ausgedruckt per Post. Distanzunterricht war so sehr Neuland, dass ein Wikipedia-Eintrag darüber erst noch verfasst werden musste.

Schulleiter Kornelius Knettel, 40 Jahre, stand damals vor der schwierigen Aufgabe, alle seine Schüler digital zu erreichen. Am Familiengrundschulzentrum Sonnenstraße im Düsseldorfer Bahnhofsviertel lebt die Hälfte der Schüler:innen von Sozialleistungen. Es ist eine „Brennpunktschule„, von denen die neue Bundesregierung bald 8.000 besonders fördern möchte. Doch im Frühjahr 2020 war Knettel auf sich allein gestellt, musste improvisieren. Zwar riefen die Lehrer:innen bei den Schüler:innen an, klingelten an den Türen, dennoch seien 30 bis 40 Prozent der Schüler dem digitalen Unterricht fern und stattdessen im Bett oder vor dem Fernseher geblieben. „Im ersten Lockdown waren wir nicht da. Wir haben nur reagiert“, resümiert er selbstkritisch. 

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