Schulleitern fehlt Qualifizierung 

An Universitäten in den USA gibt es hunderte Lehrstühle, die „Education Administration“ oder „Education Leadership“ heißen. In Deutschland braucht es nicht mal eine Hand, um die Professuren, die das Leiten von Schulen erforschen, aufzuzählen. Marcus Pietsch hat eine von ihnen inne und die Studie „Leadership in German Schools (LineS)“ durchgeführt. Ein Ergebnis produzierte Schlagzeilen: Jede fünfte Schulleitung denkt in Deutschland darüber nach, das Handtuch zu schmeißen. 

Gemeinsam mit Kollegen startete er kürzlich den „Schulleitungsmonitor Deutschland„. Die Längsschnittstudie befragt Schulleitende in regelmäßigem Abstand zu ihrem Job. Man staunt: Aber vergleichbare Daten gibt es hierzulande bisher nicht. Erste Ergebnisse zeigen, dass viele Schulleitungen in der Pandemie überfordert gewesen sind und massiv Vertrauen in die Bildungsadministration verloren haben. „Sie haben häufig unklare Ansagen erhalten und sich wenig unterstützt gefühlt“, sagt Pietsch, der an der Lüneburger Leuphana Universität Heisenberg-Professor für Bildungsmanagement ist. 

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