Nationale Bildungsplattform: Sie hat sich stets bemüht

Mark Zuckerberg und Angela Merkel haben etwas gemeinsam. Beide drückten im vergangenen Jahr auf den Startknopf für gigantische Meta-Projekte: Der eine benannte sein Unternehmen in Meta um und skizzierte das Metaverse, in dem die virtuelle und reale Welt eines Tages verschmelzen sollen; die andere sprach in großen Worten von einer Meta-Bildungsplattform, die Zugang zu digitalen Lehr- und Lernangeboten sämtlicher Bildungsbereiche ermöglichen wird. Im Februar 2021 stellte die damalige Bundeskanzlerin gemeinsam mit ihrer Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) die Pläne im Rahmen der Initiative Digitale Bildung vor.

630 Millionen Euro möchte sich die Bundesregierung diese Plattform bis 2025 kosten lassen. Sie schimmert und strahlt und bleibt dennoch ungreifbar. Tastend stellten die Oppositionsparteien FDP und Linke nach dem Start Anfragen an die Bundesregierung, um Informationen zur Plattform zu erhalten. Das Bundesbildungsministerium antwortete: „Sie soll allen Menschen einen zentralen Zugang zu Bildungsangeboten und die Möglichkeit bieten, selbstgesteuert und entlang ihrer persönlichen Bildungsbiographien individuell Beratung, Orientierung, Zugang und Teilhabe an Lernszenarien zu realisieren.“

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