Kommunen in der Klemme

Beim Ganztagsanspruch ging es bislang vor allem um Baumaßnahmen und die Finanzierung. Über Qualitätsstandards wurde kaum gesprochen.

Mit jedem Tag, an dem Beton, Bohrmaschinen und der Bauarbeiterlohn kostspieliger werden, wächst die Sorge in den Kommunen, dass der 2021 beschlossene Ganztagsanspruch für Grundschüler vor allem eines bringt: Frust und neue Schulden. „Wir laufen sehenden Auges in eine Enttäuschung„, sagt Uwe Lübking, Beigeordneter beim Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), vor seinem Auftritt diese Woche beim Deutschen Schulträgerkongress.

Nicht wenige Kommunen, so seine Analyse, seien mit dem Ausbautempo, das Bund und Länder verordnet haben, überfordert. Vielleicht nicht der Landkreis Starnberg oder Hochtaunuskreis. Sicherlich aber Städte und Gemeinden, die sowieso auf einem Schuldenberg sitzen, denen die Kommunalaufsicht auf die Finger schaut und Investitionen eher bremst als forciert. Beispiel Ruhrgebiet. „Dort gehen viele Städte nahtlos ineinander über, viele Schulträger leiden unter großer finanzieller Knappheit„, unterstreicht Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE, im Interview.

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