Die gelenke KMK-Präsidentin

Man sieht die neue KMK-Präsidentin Karin Prien
Karin Prien, Schulministerin Schleswig-Holsteins und neue Präsidentin der Kultusminister

Jetzt also digitale Transformation. Als Karin Prien, Christdemokratin und Schulministerin im Norden, offiziell ihr Amt als neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) antrat, sparte sie nicht mit großen Worten. Sie schwärmte von einer Dynamik im Schulsystem, „die wir vorher nicht für möglich gehalten hätten.“ Prien lobte den gewaltigen Digitalisierungsschub der Schulen. Und sie nahm Worte in den Mund, auf die man lange gewartet hatte: Eine Transformation, „um unser Bildungssystem in die Zukunft zu führen.“ Sie sagte das in der James-Simon-Galerie, in dem prachtvoll renovierten Besucherzentrum der Berliner Museumsinsel. Jeder Ort hat seine Rhetorik. 

Eine Woche zuvor, bei der ersten Pressekonferenz Karin Priens als KMK-Präsidentin, hatte man vergeblich auf diese wichtigen Schlüsselbegriffe gehofft. Da ging es der neuen Prima inter Pares nur um eines: Die Schulen müssen offen bleiben! Die Schulen dürfen nicht geschlossen werden! Die 56-Jährige wiederholte ihr Mantra so oft, dass man sich ein bisschen an ihre stets sachliche, aber repetitive Vorgängerin erinnert fühlte, Britta Ernst (SPD) aus Brandenburg. Die Formel „digitale Bildung“ war in der Online-Pressekonferenz geradezu ein Tabu. Wie kommt es, dass Karin Prien die Digitalisierung der Bildung wenige Tage später plötzlich so wichtig war? 

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