Wie geht’s den Schulen, Herr Huber?

Stephan Huber über Pandemiepolitik an Schulen
Erwartet eine neue Bildungsbewegung: Schulforscher Stephan Huber.

Sechste Stunde, Mathe, der Feueralarm schrillt: Die Schüler jubeln. Sie wissen, dass es Probealarm und die Schulstunde damit gelaufen ist. Mehr Ausnahmezustand haben die meisten Menschen in ihrer Schullaufbahn nicht erlebt – in einer Zeit vor Corona. In der Schweiz übten Schulen nach dem ersten Lockdown für eine weitere Gefahr. Dafür klingelte kein Feueralarm, sondern eine Mail erreichte die Teams-Postfächer der Schüler und Lehrer: Morgen wird digital unterrichtet. Tageweise schickten einige Schweizer Schulen ihre Schüler nach Hause. Nicht aus epidemiologischen Gründen, sondern um den Ernstfall, schnelle Schulschließungen, zu üben

Huber: Mindeststandards für die digitale Schule

Davon berichtet Professor Stephan Gerhard Huber, deutscher Bildungswissenschaftler an der Pädagogischen Hochschule Zug, im Gespräch mit Bildung.Table. In der Schweiz sei man gut auf Distanzunterricht vorbereitet. Seit März 2020 erhebt der Forscher im Rahmen des Schul-Barometers mit seinem Team Daten über „COVID-19 und aktuelle Herausforderungen in Schule und Bildung“. Dafür haben sie mehrere tausend Lehrkräfte, Eltern und Schüler in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Auch wurden verschiedene internationale Reviews durchgeführt. Es ist der wohl umfassendste Überblick über die deutschsprachige Schullandschaft nach zwei Jahren Pandemie. 

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