Gasmangel: Schulen nicht „absolut“ geschützt

Grafik die klare Prioritäten zeigt: Schulen sollten vor Industrie, Unis und Geschäften mit Energie versorgt werden bei einem möglichen Gasmangel.
Klare Prioritäten: Schulen sollten vor Industrie, Unis und Geschäften mit Energie versorgt werden.

Deutschlandweit arbeiten sich Bürgermeister und Beamte derzeit durch Verordnungen, Gesetze und FAQs. Sie schmieden Pläne für die Krise. Auch Michael Makurath, Bürgermeister der schwäbischen Gemeinde Ditzingen, ist Tag für Tag damit beschäftigt, sich auf einen möglichen Gasmangel vorzubereiten. Die öffentlichen Saunen werden geschlossen, Warmwasser in den Schulen abgestellt, die Raumtemperatur gesenkt. Schulen, das ist klar, sind laut EU-Verordnung geschützte Kunden. Aber welchen dieser Kunden müssten sie zuerst den Gashahn zudrehen, sollte die Notfallstufe ausgerufen werden? Die Kommunen fühlen sich alleingelassen. „Wir erwarten endlich Klarheit von der Bundesnetzagentur“, sagt Makurath.

Eine exklusive, repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag von Bildung.Table zeigt, wie wichtig der Bevölkerung die Schulen sind. Wenn das Gas knapp wird, sollen zunächst private Haushalte versorgt werden. Doch Schulen rangieren auf der Liste knapp dahinter – noch vor der Industrie, Geschäften, Universitäten und Büros. Einen Wechsel in den Online-Unterricht als Maßnahme zum Energiesparen lehnen fast 70 Prozent der Befragten ab.

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