Frankreich: Distanzunterricht im Tippelschritt

Man sieht ein Tor vor einem Gebäude auf dem OP-Masken hängen: Proteste für Distanzunterricht in Frankreich, es funktioniert für Lehrer
Lehrer in Bordeaux protestieren gegen die aufwändigen Sicherheitsprotokolle in den Schulen wegen Omikron


Die Epidemie rast durch die Schulen, doch Frankreichs Regierung will diese nicht schließen. Ständig gibt es ein neues Protokoll, wann und wie oft die Schüler sich testen lassen müssen. Die Schlangen vor den Apotheken und Labors sind lang. Eltern und Lehrer verzweifeln daran und haben deshalb sogar schon gestreikt und demonstriert. Mit der Omikron-Welle ist eine heftige Diskussion entbrannt, unter welchen Bedingungen man Schulen offen lassen sollte. Frankreich will Distanzunterricht vermeiden – auch, weil im Lockdown die Digitalisierung viele Schwächen aufgezeigt hat. 

Frankreich gilt in vielen Ländern als Vorbild für das Management von Covid-19 in den Schulen. Es ist einer der Staaten, die die Schulen während der Pandemie kaum geschlossen hat. Laut Unesco waren Frankreichs Schulen seit März 2020 im Schnitt zehn Wochen geschlossen, die deutschen Schulen dagegen 24 Wochen. In Europa liegt praktisch nur die Schweiz mit sechs Wochen noch unter Frankreich. 

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