Fahrplan für das Startchancen-Programm

Das Bundesbildungsministerium versteht sich als „Chancenministerium“, sein Prestigeprojekt ist das Startchancen-Programm. Bei der Planung möchte man die Forschung einbeziehen. Handfeste Vorschläge formuliert nun ein erstes Gutachten. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist vorgeprescht und hat eine Expertenkommission Eckpunkte abstecken lassen (zum Download). An dem Papier mitgeschrieben haben unter anderem Martina Diederich, Direktorin des IfBQ Hamburg, und der Schulrechtler Felix Hanschmann von der Bucerius Law School. Den Vorsitz hatte Hanna Dumont inne, Professorin für Pädagogische Psychologie an der Universität Potsdam.

Bekannt ist bisher, dass das Startchancen-Programm 4.000 Schulen in Brennpunktlagen unterstützen will. Drei Säulen sind geplant: Investitionen in den Schulbau, Ausbau der Schulsozialarbeit und ein autonom verwaltetes Schulbudget. Nicht bekannt ist, wie das BMBF diese Säulen bauen möchte. Die Kommission äußert sich nun teilweise mit so klaren Worten, dass es angesichts der politischen Großwetterlage, der knappen Kassen und der schleppend laufenden Vorbereitungen des Programms ungemütlich für das BMBF werden könnte.  

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