Fachkräftemangel in der Berufsorientierung

Die Ampelregierung hat einen Plan gegen den Fachkräftemangel. Ginge es nach Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, sollen Schulen künftig schon bei Fünftklässlern für Berufsorientierung sorgen. Bettina Stark-Watzinger will insbesondere Gymnasien verpflichten, mehr für Berufe abseits des Studiums zu werben. Gerade hat sie einen Wettbewerb für „attraktive digitale Angebote“ für eine zeitgemäße Berufsorientierung ausgerufen. Doch wer sich bei Praktikern umhört, stößt auf ein Problem: Es fehlen Fachkräfte, die an Schulen gehen und über Berufswege informieren.

Olaf Craney vom Deutschen Verband für Bildungs- und Berufsberatung beschreibt die Lage so: „Freie und private Träger, die meist die öffentlich finanzierten Maßnahmen übernehmen, haben es inzwischen häufig schwer, geeignetes Personal zu finden.“ So zum Beispiel der Internationale Bund (IB), ein freier Träger mit bundesweit über 14.000 Mitarbeitern und einer der großen Dienstleister in Deutschland für Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit. „Es kommt vor, dass sich bei uns keiner auf eine Stelle bewirbt, oder zumindest keiner, der qualifiziert ist“, sagt Olaf Rother, Referent für Berufsorientierung. Besonders schwierig sei es, Personal in Ostdeutschland zu finden und in Großstädten, wo die Trägerdichte hoch ist.

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