Eltern verlieren Vertrauen in Schulpolitik

Umfrageergebnisse: Eltern verlieren Vertrauen in Schulpolitik.

Die Deutschlandkarte des neuen Bildungsmonitors ist rot. Rot bedeutet, dass die Mehrheit der Eltern nicht zufrieden ist mit der Schulpolitik im Coronajahr. Nur an einer einzigen Stelle gibt es einen kleinen blauen Fleck, der anzeigt, dass die Eltern überwiegend zufrieden sind – in Bremen. Dort zeigten sich 42,2 Prozent „alles in allem mit den Lernangeboten im Schuljahr 2020/21 zufrieden“. Überall sonst in der Republik überwiegt der Frust über die Politik der Kultusministerinnen und -minister. Die Eltern verlieren Vertrauen in Schule – überall im Land. Das zeigt eine aktuelle Umfrage für den Bildungsmonitor unter 2500 Teilnehmer:innen, die Bildung.Table exklusiv vorliegt. 

Der Bildungsmonitor wird seit 2004 von der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft,“ einer Lobbyorganisation der Metallindustrie, in Auftrag gegeben und vom IW verantwortet. Ihm haftete in Expertenkreisen stets der Makel an, dass die Initiative vorwiegend wirtschaftsorientiert auf das Bildungswesen sieht. Der Bildungsmonitor im Jahr 2021 sollte indes Beachtung finden, weil er etwas tut, was die Kultusminister seit Beginn der Pandemie meiden, ja sich sogar verbitten: Er nutzt für seine Untersuchungen neueste verfügbare Daten – und er nimmt Ländervergleiche vor. Beim Institut der Wirtschaft stehen im Ranking 2021 erneut Sachsen und Bayern ganz oben. Es folgen Hamburg, Thüringen, Saarland und Baden-Württemberg – alle anderen Bundesländer liegen unter dem deutschen Durchschnitt

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