Eine Million für die Stimme der Schüler

Im Juni beschloss der Bund, die Bundesschülerkonferenz (BSK) zu fördern. Zum ersten Mal kann das Schülergremium auf eine finanzielle Unterstützung vom Staat bauen – eine Million Euro jährlich. Für das zweite Halbjahr 2022 bedeutet das 500.000 Euro, die die BSK für ihre Arbeit verwenden kann. Oliver Sachsze, 21, ist seit Juli Generalsekretär der BSK, zuvor war er Fachkoordinator für Finanzen. Die BSK vertritt in ihrer Funktion die Interessen von mehr als acht Millionen Schülerinnen und Schülern; Sachsze bezeichnet sie liebevoll als „KMK der Schüler„. Was macht das Gremium mit dem Geld?

Eines sei ihm und den anderen Mitgliedern des Bundessekretariats besonders wichtig. „Wir wollen die Bürokratie outsourcen„, sagt er. Aktuell mache sie 80 Prozent ihrer Arbeit aus – die tatsächliche Schülervertretung dagegen bloß 20 Prozent. Daher plant die BSK, eine Geschäftsstelle aufzubauen, als zentrale Anlaufstelle für alle Anfragen. Neben einem Büro im Palais am Festungsgraben in Berlin gehört dazu, fachkräftige Unterstützung anzustellen, für die Koordinierung von Förderanträgen oder im Bereich IT und Datenschutz. „Sowas lernt man schließlich nicht in der Schule“, sagt Sachsze. Derzeit suchen sie außerdem eine Büroleitung und jemanden für Veranstaltungsplanung und Öffentlichkeitsarbeit.

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