Ein Jahr des Lernens

Würde ich ein Buch zu Bildung in und nach der Corona-Pandemie schreiben, dann fände ich „Ein Jahr des Lernens“ einen ganz guten Titel. Denn noch niemals zuvor habe ich erlebt, dass es an Schulen – und zwar von Schülerinnen und Schülern ebenso wie von Lehrkräften – so viel Entdecken, Erkunden und Ausprobieren gab, wie während der Schulschließungen und den diversen Wechselunterrichts-Modellen im letzten Jahr.

Klaus Zierer, Professor für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, hat sein heute erscheinendes Buch dagegen „Ein Jahr zum Vergessen“ genannt. Der Titel ist eine Übernahme aus einem früheren Artikel von ihm, der ihm aufgrund seiner Doppeldeutigkeit passend erscheint: Erstens, weil Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler das Corona-Jahr aufgrund all seiner Widrigkeiten am liebsten vergessen würden. Und zweitens, weil im Corona-Jahr sehr vieles vergessen wurde, was nun zu Lernlücken und einer drohenden Bildungskatastrophe führe.

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