Distanzunterricht: Umfrage zum Stand in den Ländern 

Fast 10.000 Schulklassen mussten in Frankreich in den vergangenen Tagen zu Hause bleiben, weil Schüler:innen und Lehrkräfte sich mit Sars-Cov 2 infiziert hatten. Ein Land, das seine Schulen in der bisherigen Pandemie lange offenhielt, wird von der Omikron-Realität eingeholt. Hierzulande bedroht die Virusvariante den Präsenzunterricht zwar noch nicht derart stark, in der vergangenen Woche erhob die KMK offene Schulen zur höchsten Priorität. Doch werden wegen Corona-Infektionen bereits einzelne Klassen nicht mehr in Präsenz unterrichtet. Vor Weihnachten befanden sich bereits zwölf Schulen in Nordrhein-Westfalen im Distanzunterricht, 24 Schulen in Rheinland-Pfalz sind teilweise geschlossen. Wegen der dynamischen Lage sind die Daten dazu dünn, aber sicher ist: Digitale Schule ist noch längst kein vergangenes Kuriosum für die Geschichtsbücher.  

Bildung.Table hat die 16 Kultusminister:innen der Länder gefragt, ob sie sich aktuell auf digitalen Distanzunterricht vorbereiten. Zwölf Ministerien antworteten (Berlin, Brandenburg, Hessen und Niedersachsen blieben eine Antwort schuldig). Die Antwortschreiben spiegeln einen föderalen Flickenteppich aus Lernsoftwares, Fortbildungsprogrammen und Tablet-Käufen wider – und zeigen dennoch einen roten Faden. Die Digitalisierung schreitet nach bald zwei Jahren Pandemie schneller voran. Doch sehen sich die Länder weder von Omikron noch dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts getrieben.  

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