Digitalisierung verändert die Schularchitektur

Digitalisierung verändert Schularchitektur
In der Alemannenschule in Wutöschingen haben Lernateliers die Klassenräume ersetzt.

Die klassische Flur-Schule ist Geschichte, sagt Rainer Schweppe: „Das bildet inklusive Bildung nicht ab und macht digitale Lehre unmöglich.“ Schüler:innen müssen sich frei bewegen können, auf Sofas sitzen oder sich mit dem Tablet auf den Knien in Sitzkissen fläzen. Schweppe leitet in Berlin als externer Berater die Facharbeitsgruppe Schulraumqualität für die Senatsbildungsverwaltung und hat das Münchner Lernhauskonzept entwickelt. Ein Beispiel dafür ist die Münchner Grundschule am Bauhausplatz. Ein Lernhaus besteht aus vier Klassenräumen, zwei Gruppenräumen, einem „Marktplatz“ und einem Teamraum. Jahrgangsübergreifend sollen so Schüler:innen zusammenkommen, kooperative Lernformen gestärkt und ein intensiveres Miteinander ermöglicht werden.

„Die Veränderungen in der Architektur entstehen durch eine in die Zukunft gerichtete veränderte Pädagogik und heutige Anforderungen an Schule“, sagt Architektin Barbara Pampe. Sie leitet den Projektbereich Pädagogische Architektur bei der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Schule muss auf die veränderte Arbeitswelt vorbereiten. Teamarbeit, die Förderung individueller Stärken und digitale Kompetenzen sind Grundvoraussetzungen. Schularchitektur müsse dem gerecht werden. Die Montag Stiftungen haben hierfür das Standardwerk „Schule planen und bauen 2.0“ herausgegeben. Darin formulieren sie zehn Thesen. Eine davon lautet: „Schulbuch und Kreidetafel werden ergänzt durch Tablet-PC, Smartboard und andere Neue Medien.“

Jetzt weiterlesen

Lesen Sie diesen Text und das Bildung.Table Professional Briefing 30 Tage lang. Kostenlos und ohne Verpflichtung.

Sie sind bereits Gast am Bildung.Table? Jetzt einloggen

Mehr zum Thema

    Sprachkitas müssen weiter zittern
    Ethikrat fordert psychologische Soforthilfe für Kinder
    Datenschutzkonferenz votiert gegen Microsoft
    „Allein auf Telegram hatten wir 8.000 Abonnenten“