„Die Systemebene muss nachlegen“

Eickelmann D21 Studie Eltern
Ist überrascht vom Digitalisierungsschub in Grundschulen: Birgit Eickelmann.

Drei von vier Eltern geben in der D21-Studie an, dass schon einmal digitale Geräte und Anwendungen im Unterricht ihrer Kinder genutzt wurden. Ist das aus Ihrer Sicht eine treffende Einschätzung der Eltern? 

Birgit Eickelmann: Die D21-Studie hat ja nun gezeigt, dass man sehr sorgfältig unterscheiden muss, wenn man über den sogenannten „Digitalisierungsschub“ in den Schulen spricht. (Zusammenfassung, siehe hier) Dabei darf der Blick allerdings nicht allein auf die Ausstattung gerichtet sein. Vielmehr geht es, wie in der Studie eingangs gut beschrieben wird, um eine Veränderung des Lernens im 21. Jahrhundert. Da ist die digitale Ausstattung nur Mittel zum Zweck, sollte aber wie selbstverständlich – unabhängig von der Schulform, der Lage der Schule und des Geldbeutels der Eltern – verfügbar sein. Über das hinaus, was die Eltern über das schulische Lernen ihrer Kinder beschreiben, ist der „Digitalisierungsschub“ in Deutschland nach meinen Beobachtungen im Grunde noch viel umfassender. Hier denke ich z. B. an die großen Programme zum Ausbau der Qualifizierung von Lehrer*innen und Schulleitungen. 

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