Der Tabubruch

Kultusminister Helmut Holter will Lehrer durch digitale Tools ersetzen

Die Debatte um den Lehrermangel tritt in eine neue Phase. Bislang galt das Mantra:  „Digitalunterricht soll auf keinen Fall Lehrer ersetzen„. Man konnte die Ausrufezeichen hören, wenn Schulminister dies sagten. Nun vollzieht der Thüringer Kultusminister Helmut Holter (Die Linke) als erster die Kehrtwende: Digitales Lernen sei „auch unter dem Gesichtspunkt des Lehrermangels ein Beitrag, um Fachunterricht zu ermöglichen.“

Der Minister erklärte der Nachrichtenagentur dpa, was bisher als Tabu galt: Er könne sich vorstellen, dass ein Fachlehrer in einer Schule Physik unterrichte – und mehrere Klassen zugeschaltet seien. Aus all den Schulen, an denen es nicht genügend Physiklehrer gebe. In Deutschland fehlen, je nach Rechnung, Zehntausende Lehrer. 2035 sollen es weit über 100.000 sein.

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