Dataport: Auftrag für 130.000 Lehrer ohne Ausschreibung

Es dürfte der größte Schul-Auftrag für den halbstaatlichen IT-Dienstleister Dataport sein, den er je erhalten hat. Eines der großen Bundesländer will dem Ausrüster den Auftrag erteilen, 130.000 Lehrkräfte mit einem digitalen Arbeitsplatz auszustatten. Der bevorstehende Deal ist in zweierlei Hinsicht spannend: Zum einen greift das bisher vor allem im Norden ansässige Dataport nun auf die Märkte im Süden des Landes aus. Zum anderen soll dieses Geschäft über die Bühne gehen, ohne dass eine Ausschreibung erfolgt. Möglich machen soll das die Mitgliedschaft von Dataport bei GovDigital, einer Genossenschaft, zu der auch Baden-Württembergs IT-Dienstleister BITBW gehört. So lassen sich Markt und sonst übliche Vergaberegeln umgehen

Das Leiden an den Lernwolken von Ella geht weiter

Das überraschende Manöver mit Dataport ist allerdings nicht die einzige Bewegung auf der Bildungsplattform in Baden-Württemberg. Gleichzeitig fliegen 2.500 Schulen mit ihren Moodle-Accounts bei BelWü (Baden-Württembergs extended LAN) raus. Das Landeshochschulnetz BelWü hostete bislang das Lernmanagementsystem Moodle für die Schulen. Der Umzug kommt zur Unzeit, da sich die Schulen gerade erst in Größenordnungen in Moodle eingearbeitet hatten. Das Kultusministerium hatte im Zuge dessen massiv in Serverkapazitäten investiert

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