„Das war die bitterste berufliche Entscheidung“

Man sieht Thomas Sattelberger: Macher und Liberaler
Thomas Sattelberger, kürzlich zurückgetretener Staatssekretär im Bildungsministerium, davor für die FDP im Bundestag.

Herr Sattelberger, Sie haben viele Jahre lang Dax-Konzerne gemanagt. Sind Sie bis zu ihrem Rücktritt nicht manchmal an der Schwerfälligkeit einer Behörde wie dem Bundesbildungsministerium verzweifelt?

Ein Ministerium und die Zentrale eines großen Konzerns unterscheiden sich nicht so arg. Hinzu kommt: Als ich 2007 in den Telekom-Vorstand wechselte, arbeiteten 40.000 Beamte im Konzern. Die Telekom war ein gutes Trainingscamp für den Umgang mit Beamtentum, aber auch mit Bürokratie, Seilschaften und territorialen Hahnenkämpfen zwischen Abteilungen. Und ich habe es im BMBF gehalten wie früher als Manager: alle Beteiligten an einen Tisch. Dort höre ich gut zu, fasse erst nach und dann zusammen – und dann entscheide ich.

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