Höhere Ansprüche der Bürger an digitale Bildung

Man sieht eine Grafik des Bildungsbarometer 2021 zum Thema Digitale Bildung

Die Deutschen sind offenbar keine Digitalmuffel mehr, selbst bei den Schulen hat sich der Wind gedreht. So ist es jedenfalls, wenn man dem neuen Bildungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts glauben darf. Die über 4000 befragten Bürger:innen schätzen darin die Vermittlung digitaler Kompetenzen fast genauso hoch ein wie das Erlernen des Lesens und Schreibens. Die Menschen machen sich für einzelne Methoden digitalen Lernens stark – und sie sind dafür, diese Formate den Schulen verpflichtend aufzuerlegen. 

Das ist das zentrale Ergebnis des Barometers, und es zeigt zugleich einen starker Wandel. In einer Studie der Vodafone-Stiftung hatten sich kurz vor der Pandemie noch 70 Prozent der Eltern dagegen ausgesprochen, digitale Methoden zum integralen Bestandteil des Lernens zu machen. 90 Prozent wandten sich kurz vor Corona noch gegen die Nutzung von Lernplattformen. Im aktuellen Bildungsbarometer sind nun drei Viertel der Bürger dafür, Lernplattformen auch im ganz normalen Schulunterricht zur Pflicht zu erheben. Für die LMS und Schulclouds ist das eine unerwartete Karriere. Vor dem Lockdown waren sie den meisten Eltern und Schülern noch völlig unbekannt. Und als die Schulen zu waren, jagten sich die Fehlermeldungen in den Nachrichten.

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